Ratgeber
Was kostet Telekommunikationsberatung – und wer bezahlt sie wirklich?
Telekommunikationsberatung für Geschäftskunden ist in Deutschland überwiegend anbieterfinanziert: Der Berater erhält eine Vergütung vom Anbieter, dessen Verträge er vermittelt und betreut – das beratene Unternehmen zahlt kein Honorar, und der Tarifpreis ist derselbe wie im Direktvertrieb des Anbieters. Daneben existiert das Honorarmodell mit Tages- oder Projektsätzen, üblich bei Konzernprojekten. Dieser Artikel erklärt beide Modelle offen – inklusive der berechtigten Frage, wie Unabhängigkeit funktioniert, wenn Anbieter die Rechnung zahlen.
Wie funktioniert das anbieterfinanzierte Modell?
Netzbetreiber und Provider unterhalten Partnervertriebe: Statt jede Region mit eigenem Außendienst abzudecken, vergüten sie unabhängige Partner für Vermittlung und laufende Betreuung von Geschäftskundenverträgen. Diese Vergütung stammt aus dem Vertriebsbudget des Anbieters – demselben Topf, aus dem sonst eigene Vertriebsmitarbeiter bezahlt würden. Deshalb gilt: Der Kunde zahlt über den Partner nicht mehr als im Direktkanal; häufig verhandelt der Partner sogar Konditionen, die im Onlineshop nicht verfügbar sind.
Bleibt ein provisionsvergüteter Berater wirklich unabhängig?
Die ehrliche Antwort: nur unter zwei Bedingungen. Erstens braucht der Berater Partnerverträge mit allen relevanten Anbietern – sonst kann er nur empfehlen, was er vergütet bekommt. Zweitens muss sein Geschäftsmodell auf Bestand ausgelegt sein: Wer von langfristiger Betreuung lebt, verliert mit jeder unpassenden Empfehlung einen Kunden zur nächsten Vertragsrunde. Fragen Sie einen Berater deshalb konkret: Mit welchen Anbietern arbeiten Sie? Und: Was verdienen Sie, wenn ich beim aktuellen Anbieter bleibe und nur der Tarif optimiert wird? Ein seriöser Berater beantwortet beides ohne Ausweichen.
Wann ist das Honorarmodell die bessere Wahl?
Bei europaweiten Ausschreibungen großer Konzerne, bei strategischen Sonderthemen (etwa Carrier-Verträge im Wholesale) oder wenn interne Compliance-Regeln Provisionsmodelle ausschließen. Üblich sind dann Tagessätze im mittleren bis hohen dreistelligen Bereich oder Projektpauschalen. Für den Mittelstand und die öffentliche Hand ist das Honorarmodell selten wirtschaftlich – die Beratungskosten übersteigen dort schnell die realistische Ersparnis.
Gibt es versteckte Kosten im kostenfreien Modell?
Nicht im Tarif – aber es gibt Punkte, die Sie prüfen sollten: Manche Vermittler binden Kunden über eigene Servicegebühren oder Vermarktungsverträge; andere kassieren die Abschlussprovision und sind danach nicht mehr erreichbar. Beides erkennen Sie vor der Zusammenarbeit: Lassen Sie sich schriftlich bestätigen, dass keinerlei Gebühren anfallen, und fragen Sie nach dem konkreten Betreuungsumfang nach Vertragsabschluss – Rechnungsprüfung, Störungsmanagement, Fristenwacht.
So handhaben wir es bei KHTC-Consulting
Wir arbeiten vollständig anbieterfinanziert: Beratung, Umsetzung und dauerhafte Betreuung kosten unsere Kunden nichts, es gibt keine Servicegebühren und keine Mindestlaufzeit unserer Zusammenarbeit. Unser Vergütungsmodell legen wir jedem Kunden – und jeder Vergabestelle – offen. Die Empfehlung richtet sich nach Ihrem Bedarf; dass wir auch verdienen, wenn Sie beim bestehenden Anbieter bleiben und nur der Tarif optimiert wird, hält den Anreiz sauber.
Fragen zu Ihrem konkreten Fall?
Kostenfrei und unverbindlich – werktags antworten wir im Schnitt in unter 30 Minuten.
