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Ratgeber

Was macht ein Telekommunikationsberater?

Von Paul Kohlstock & Patrick Heilmann · Geschäftsführung der KHTC-Consulting GmbH

Ein Telekommunikationsberater ist ein unabhängiger Dienstleister, der für Unternehmen die gesamte Telekommunikation plant, beschafft und betreut: Er analysiert bestehende Verträge, vergleicht Anbieter und Tarife, verhandelt Konditionen, begleitet Wechsel und bleibt danach Ansprechpartner für Rechnungen, Störungen und Vertragsfristen. Vergütet wird er in der Regel von den Anbietern – für das beratene Unternehmen ist die Leistung dann kostenfrei.

Welche Aufgaben übernimmt ein TK-Berater konkret?

Die Arbeit gliedert sich in vier Phasen. Analyse: Der Berater sichtet Verträge und Rechnungen, erfasst den tatsächlichen Bedarf und deckt ungenutzte Optionen, veraltete Tarife und Karteileichen auf. Marktvergleich: Er holt Geschäftskundenkonditionen bei den relevanten Anbietern ein und macht sie über eine Gesamtkostenbetrachtung vergleichbar. Umsetzung: Er wickelt Bestellungen, Rufnummernportierungen und Rollouts ab, ohne dass die Erreichbarkeit leidet. Betreuung: Er prüft laufend Rechnungen, überwacht Kündigungsfristen, meldet Störungen an die Anbieter und verhandelt zur Verlängerung nach.

Worin unterscheidet sich ein TK-Berater von Vergleichsportal und Anbietervertrieb?

Ein Vergleichsportal zeigt Listenpreise für Standardtarife und beendet die Beziehung mit dem Klick. Der Vertrieb eines Netzbetreibers berät kompetent – aber ausschließlich zum eigenen Portfolio. Der unabhängige Berater sitzt dazwischen: Er kennt die Portfolios aller Anbieter, verhandelt individuelle Geschäftskundenkonditionen und vertritt in Störungs- und Reklamationsfällen die Kundenseite gegenüber dem Anbieter. Der zweite Unterschied ist die Zeitachse: Portale und Vertrieb sind auf den Abschluss ausgerichtet, der Berater auf die Jahre danach.

Für wen lohnt sich ein Telekommunikationsberater?

Als Faustregel: ab dem Punkt, an dem niemand im Unternehmen die TK-Verträge als Kernaufgabe betreut. Das beginnt beim Handwerksbetrieb mit drei Smartphones und einem Internetanschluss und reicht bis zur Unternehmensgruppe mit tausenden Anschlüssen. Öffentliche Auftraggeber profitieren zusätzlich, weil ein Berater Markterkundung, Vergleichsangebote und Dokumentation für die Vergabeakte strukturiert zuliefert.

Was kostet ein Telekommunikationsberater?

Es gibt zwei Modelle. Anbieterfinanziert: Der Berater erhält Provisionen der Anbieter, deren Verträge er betreut – für das Unternehmen ist die Beratung kostenfrei, der Tarifpreis ist derselbe wie im Direktvertrieb. So arbeitet auch KHTC-Consulting. Honorarbasiert: Das Unternehmen zahlt Tages- oder Projektsätze; üblich vor allem bei Konzernausschreibungen und strategischen Sonderprojekten. Details und die Frage, wie Unabhängigkeit im Provisionsmodell funktioniert, behandelt unser Ratgeber Was kostet Telekommunikationsberatung?

Woran erkennt man einen guten TK-Berater?

An fünf Punkten: Er legt sein Vergütungsmodell ungefragt offen. Er beginnt mit Ihren Rechnungen, nicht mit einem Angebot. Er vergleicht mehrere Anbieter nachvollziehbar, inklusive der Option „beim Bestandsanbieter bleiben“. Er benennt einen festen Ansprechpartner mit Direktkontakt. Und er kann Referenzen oder Bewertungen vorweisen, die sich auf die Betreuung nach dem Abschluss beziehen – nicht nur auf den Abschluss selbst.

PK
PH

Paul Kohlstock & Patrick Heilmann führen die KHTC-Consulting GmbH und betreuen mit ihrem Team rund 400 Unternehmen und öffentliche Auftraggeber zu Mobilfunk, Vernetzung, Cloud-Telefonie und Digitalisierung.

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